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Erläuterung der APA-Richtlinien: Im Text

Ein Online-Handbuch für die Quellenangabe im Hochschulwesen

Im Text

Als Hilfsmittel für das richtige Zitieren und Paraphrasieren in Texten hat die American Psychological Association Regeln für die Angabe von Literaturverweisen veröffentlicht. Mit diesen APA-Richtlinien arbeiten mittlerweile viele Universitäten, Fachhochschulen und andere Einrichtungen, darunter verschiedene Studiengänge bei der Fachhochschule von Arnhem und Nijmegen.

In nachfolgender Übersicht werden die wichtigsten Richtlinien beschrieben: 


Letzter Nachtrag: 27. August 2021

01 Allgemein

Wird im Text einer Hausarbeit eine Quelle wörtlich zitiert der eschrieben kann an dieser Stelle auch die Quelle angegeben werden. Die Quelle wird im Literaturverzeichnis bereits ausführlich beschrieben, daher genügt im Text der Verweis zwischen Klammern, direkt hinter dem Zitat oder der Paraphrase.
Die Übernahme von Ausschnitten aus dem Werk eines anderen ist auf zwei Arten möglich:

  • durch ein Zitat (die wörtliche Übernahme eines Textausschnitts), und
  • durch eine Paraphrase (die sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten)

Standardmäßig werden der Autor und das Erscheinungsjahr genannt. Gibt es keinen Autor, wird die Organisation angeführt. Gibt es keine Organisation, wird der Titel genannt. Der Verweis wird im Satz angegeben. Der Punkt, der das Satzende markiert, kommt am Schluss.


Letzter Nachtrag: 6. September 2021

02 Zitieren

Ein Zitat wird immer zwischen doppelte Anführungszeichen gesetzt. Nach dem Zitat wird ein Verweis zwischen Klammern (Nachname des Autors/der Autoren, Erscheinungsjahr, Seitenzahl(en)) angegeben oder der Autor/die Autoren werden im Text genannt.
Bei Online-Quellen werden keine Seitenzahl(en) angeführt. Eine Ausnahme bilden nummerierte Dateien (z. B. Zeitschriftenartikel), die als PDF-Datei online veröffentlicht wurden.
Bei Nachnamen werden Namenszusätze wie „von der”, „der", „von”, etc. im Textverweis auch genannt. Ein Zitat aus einem Buch von Jan van Rosmalen aus dem Jahre 2012 wird im Text als (Van Rosmalen, 2012, S. 3) angegeben, sodass der Leser weiß, dass dieser Titel im Literaturverzeichnis unter dem Buchstaben V zu finden ist.

 
Zitat mit dem Verweis zwischen Klammern

  • „In vielen Berufen ist es wichtig, einen Werkzeugkoffer zu haben” (Koester, 2014, S. 39), und ich habe ...

  • „Wie selbstverständlich verbringen wir fast unser ganzes Leben als Mitglieder von Gruppen” (König & Schattenhofer, 2010, S. 9).


Zitat aus einem Buch, Artikel, Kapitel etc. mit drei oder mehr Autoren


Zitat mit dem Autor im Text

  • Koester (2014) sagt „in vielen Berufen ist es wichtig, einen Werkzeugkoffer zu haben” (S. 39).

  • König und Schattenhofer (2010) behaupten „wie seldbstverständlich verbringen wir fast unser ganzes Leben als Mitglieder von Gruppen” (S. 19).


Zitat aus mehr als 40 Wörtern

Ein derartiges Zitat wird in einem eigenen, eingerückten Absatz ohne Anführungszeichen angeführt:

  • Koester (2014, S. 211) sagt über Begleitung:

               Gibt es die perfekte Begleitung? Meiner Ansicht nach nicht! Begleitung muss genauso divers sein, wie die vielen Studenten
               und die Niveaus auf denen sie sich befinden. Jeder lernt anders, jeder nimmt anders wahr, jeder springt auf eine andere Art eines
               Menschen an.


Zitat einer Online-Quelle

Bei einer Online-Quelle werden im Text nur der Autor und das Jahr genannt, niemals die URL. Ist der Autor nicht bekannt, wird die Organisation angeführt und wenn diese auch nicht bekannt ist, der Titel der Website. Beim Fehlen eines Erscheinungsjahres wird „o.D.“ (= ohne Datum) notiert. Im Text wird nur das Erscheinungsjahr genannt, im Literaturverzeichnis hingegen das vollständige Datum (falls bekannt).

Beispiel 1

  • Laut der Universität Salzburg (o.D.) ist die Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) „eine sowohl regional verankerte als auch international sehr gut vernetzte Forschungseinrichtung”.

Beispiel 2

  • ... „das Land will bieten, was viele andere Industrienationen schon zu bieten haben, meist unter dem Namen Wifi” (Budras, 2015), und ...

 

Zitat mehrerer Seiten

Erstreckt sich ein Zitat über mehrere Seiten, wird die erste und letzte Seite genannt.

  • ... und „wenn du ein Problem erkannt hast, bist du vielleicht geneigt zu glauben, dass du beim nächsten Mal Bescheid weisst” (Geenen, 2011, S. 76-77).


Der Vollständigkeit halber sind die Einträge der oben genannten Beispiele auch im Quellenverzeichnis aufgeführt. Erläuterungen und weitere Beispiele finden Sie unter APA: Literaturverzeichnis.


Budras, C. (2015, 10. August). Freies Internet für alle. Frankfurter Allgemeine. Abgerufen am 11. August 2015, von http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/offene-w-lan-netze-in-deutschland-noch-selten-13740688.html

Koester, K. (2014). Schlau2 = anders: Ein Diskussions- und Arbeitsbuch Social Work. Uitgeverij SWP.

König, O., & Schattenhofer, K. (2010). Einführung in die Gruppendynamik (4. Auflage). Carl-Auer Verlag.

Universität Salzburg. (o.D.). Forschung an der PLUS. Abgerufen am 6. September 2021, von https://www.plus.ac.at/forschung/plus/

Van der Donk, C., Van Lanen, B., & Wright, M. T. (2014). Praxisforschung im Sozial- und Gesundheitswesen (A. Löffelholz, Übersetz.). Hans Huber Verlag.


Letzter Nachtrag: 6. September 2021

03 Paraphrasieren

Eine Paraphrase ist die sinngemäße Wiedergabe des Werks eines anderen in eigenen Worten. Hinter der Umschreibung wird ein Verweis zwischen Klammern mit dem Nachnamen des Autors/der Autoren, dem Erscheinungsjahr und der Seitenzahl angeführt. Das Nennen der Seitenzahl ist nicht vorgeschrieben, wird jedoch empfohlen. Es werden maximal fünf Autoren genannt. Bei sechs oder mehr Autoren wird nur der erste Autor mit dem Zusatz „et al.“ angeführt.
Das Literaturverzeichnis umfasst die vollständige Beschreibung.
Bei Onlinequellen werden keine Seitenzahl(en) angeführt. Eine Ausnahme bilden nummerierte Dateien (z. B. Zeitschriftenartikel), die als PDF-Datei online veröffentlicht wurden.
Bei Nachnamen werden Namenszusätze wie „von der”, „der”, „von”, etc. im Textverweis auch genannt.

Paraphrasen eines Buches, Artikels, Kapitels etc. mit einem Autor oder zwei Autoren

  • Einen Werkzeugkoffer ist in vielen Berufen wichtig (Koester, 2014, S. 39).
  • Es wird empfohlen, einen Werkzeugkoffer zu haben (Koester, 2014) und ...
  • Wir sind alle Mitglieder von Gruppen (König & Schattenhofer, 2010, S. 9), und ...
  • Unser ganzes Leben sind wir Mitglieder von Gruppen (König & Schattenhofer, 2010).


Paraphrasen eines Buches, Artikels, Kapitels etc. mit drei oder mehr Autoren

  • Das Sozial- und Gesundheitswesen ist sehr wichtig (Van der Donk et al., 2014, S. 65), und ...

Siehe auch Frage 12: Wie wird im Text und in einem Literaturverzeichnis auf Quellen mit mehreren Autoren verwiesen?


Paraphrasen eines Buches, Artikels, Kapitels etc. mit drei oder mehr Autoren

  • Es kostet zwischen 30 und 45 Minuten, um Informationen für ein Aufnahmegespräch zusammenzutragen (Baxter et al., 2007, S. 14), und ...


Paraphrasen einer Onlinequelle

  • Die Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) ist sowohl national als auch international als Forschungseinrichtung bekannt (Universität Salzburg, o.D.).

 
Die Paraphrase mehrerer Publikationen

Zur Begründung einer Behauptung kann auf mehrere Publikationen gleichzeitig verwiesen werden, alphabetisch geordnet und durch einen Strichpunkt voneinander getrennt (;)

  • ... unterschiedliche Studien (Brandau & Kaschnitz, 2013; Müller & Schwabe, 2009; Wigger et al., 2010) belegen ...


Tipp: Da bei einer Paraphrase nicht immer deutlich ist, wo sie anfängt, wird empfohlen, den Autor oder Titel am Anfang des Textes anzugeben:

  • Van der Donk et al. (2014) empfehlen, vor der Untersuchung das Problem oder die Situation zu analysieren. 

  • Das Buch Praxisforshung im Sozial- und Gesundheitswezen (Van der Donk et al., 2014) empfiehlt vor der Untersuchung, erst das Problem zu analysieren und danach ...


Der Vollständigkeit halber sind die Einträge der oben genannten Beispiele auch im Quellenverzeichnis aufgeführt. Erläuterungen und weitere Beispiele finden Sie unter APA: Literaturverzeichnis.


Baxter, H. T., Berghofer, J. A., MacEwan, L., Nelson, J., Peters, K., & Roberts, P. (2007). The individualized music therapy assessment profile: IMTAP. Jessica Kingsley Publishers.

Brandau, H., & Kaschnitz, W. (2013). ADHS im Jugendalter: Grundlagen, Interventionen und Perspektiven für Pädagogik, Therapie und Soziale Arbeit (2., überarbeitete Auflage). Beltz Juventa Verlag.

Koester, K. (2014). Schlau2 = anders: Ein Diskussions- und Arbeitsbuch Social Work. Uitgeverij SWP.

König, O., & Schattenhofer, K. (2010). Einführung in die Gruppendynamik (4. Auflage). Carl-Auer Verlag.

Müller, B., & Schwabe, M. (2009). Pädagogik mit schwierigen Jugendlichen: Ethnografischen Erkundungen zur Einführung in die Hilfen zur Erziehung. Juventa Verlag.

Universität Salzburg. (o.D.). Forschung an der PLUS. Abgerufen am 6. September 2021, von https://www.plus.ac.at/forschung/plus/

Van der Donk, C., Van Lanen, B., & Wright, M. T. (2014). Praxisforschung im Sozial- und Gesundheitswesen (A. Löffelholz, Übersetz.). Hans Huber Verlag.

Wigger, A., Sommer, A., & Stiehler, S. (2010). Arbeiten mit gewaltauffälligen Kindern und Jugendlichten. Rüegger Verlag.


Letzter Nachtrag: 6. September 2021